Betonriese auf Schleichfahrt

Presse

Mittels Fluidtechnik wurde am Montag die neue Brücke am Gahlener Weg eingeschoben

Am gestrigen Montag ist die neue Eisenbahnbrücke am Gahlener Weg in Calau in ihre Endlage geschoben worden. 1200 Tonnen Stahlbeton bewegten sich mit einem Meter pro Minute vorwärts. Es zischt und knirscht und dann geht's los. Kaum erkennbar setzt sich der Calauer Koloss in Bewegung – mit einer Minute pro Meter. 37 sind es bis zum Bestimmungsort. Das Bauwerk schleicht in die riesige Lücke, an deren linker und rechter Seite abgetrennte Eisenbahnschienen enden. Mit kurzen Unterbrechungen ist es nach rund einer Stunde geschafft. Das Gebilde aus 1200 Tonnen Stahlbeton steht nun dort, wo die marode und mehr als 100jährige Brücke am Gahlener Weg in Calau stand. Thomas Viertel ist nicht aufgeregt. "Jetzt nicht mehr", sagt der Bauleiter der BUG Verkehrsbau AG kurz bevor die Brücke sich anfängt zu bewegen. Wenn die Vorbereitungen stimmen, kann kaum etwas schief gehen: Bahndamm öffnen, Schienen und Weichen entfernen, Stromkabel verlegen. "Das ist sehr aufwendig", sagt Viertel. Für den 50jährigen Berliner ist die ganze Aktion aber zur Routine geworden. In Berlin hat er sogar mal eine 2500 Tonnen schwere Brücke bewegt. Auch wenn der Einschub schon für Sonntagabend vorbereitet war, ist Viertel zufrieden: "Wir liegen jetzt wieder planmäßig in der Zeit." Der Schienenersatzverkehr im Spreewald soll noch bis zum 29. November anhalten......

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Quelle: Lausitzer Rundschau vom 18.11.2014